NASA

NASA steht für National Aeronautics and Space Administration. Die amerikanische Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt wurde am 29. Juli 1958 gegründet und ist seitdem für zivile und militärische Bereiche der Luftfahrtforschung verantwortlich. Hauptsitz der NASA ist Washington D.C.

Zu den Meilensteinen in der Geschichte der NASA zählt zweifelsohne das Apollo-Programm, die Mondlandung. Das Apolloprogramm der NASA wurde am 20. Juli 1969 durchgeführt. Damit gelang der USA etwas, was die UdSSR nicht umzusetzen vermochte: Die ersten Schritte eines Menschen auf dem Mond. Millionen Bürger verfolgten das Spektakel damals live und vielen ist der Slogan immer noch präsent: „That’s one small step for [a] man, one giant leap for mankin. – Ein kleiner Schritt für einen Mann, ein großer für die Menschheit“ – So die Worte von Neil Armstrong. 

Die Nasa kann auf eine 50- jährige Geschichte zurück blicken, die den Wandel der Gesellschaft praktisch mitdokumentiert. Denn es sind nicht zuletzt die technischen Errungenschaften im Bereich der Luftfahrtforschung, die es den Forschern ermöglichten, das Weltall zu erobern. Seitdem hat die NASA dank ihrer innovativen Forschung zahlreiche Meilensteine in ihrer Geschichte zu verzeichnen. Zum Beispiel auch die Landung der Sonde „Viking 2“, die am 3. September 1976 war sie auf dem Nachbarplaneten der Erde, dem Mars, gelandet. 

Außerdem auch gut in Erinnerung: Die Erfolge der Raumstation „Skylab“, die  1973 gestartet wurde und sechs Jahre in Betrieb blieb. Ein weiteres Highlight der langjährigen NASA-Geschichte ist auch der Start des ersten Space Shuttles, nämlich der Raumfähre „Columbia“ (12. April 1981). 

Die Videoaufzeichnungen und Bilder vom Mars und dem Planetensystem geben uns Aufschluss über das ganze Universum und lassen immer wieder erstaunen. So zeichnet sich derzeit auch der Trend bei den Superreichen ab, den Weltraum gegen die Malediven einzutauschen. Die Rede ist von Weltalltourismus. Was vor ein paar Jahrzehnten noch für unmöglich gehalten wurde, wird jetzt Realität. Super für den, der es sich leisten kann:  40 min im Weltall kosten wohl rund 200 000 Euro.

DLR

Wenn man einen kleinen Jungen fragt, was er einmal werden möchte, dann ist die Antwort oft: „Pilot“ oder „Feuerwehrmann“. Warum diese Antworten immer ähnlich sind, das ist letzten Endes schwer zu beantworten. Die Realität sieht in den späteren Jahren dann aber oft anders aus: Denn viele schaffen den Aufnahmetest beim DRL nicht. DLR ist das deutsche Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt. In Punkt Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr ist der DLR also der Ansprechpartner in der Bundesrepublik. Schwerpunkte der Forschung sind Verkehrs- und Energieforschung und Technologien.

Beim DLR sind über 6000 Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren setzt es sich aus fast 30 eigenständigen Instituten zusammen, u.a. mit den Standorten Köln, Berlin, Bonn, Braunschweig, etc. Außerdem ist der DLR im Ausland in den folgenden Städten vertreten: Brüssel, Paris und Washington D.C.

Die Mission des DLR umfasst somit die Erforschung von Erde und Sonnensystem, die Forschung für den Erhalt der Umwelt sowie die Entwicklung umweltverträglicher Technologien zur Steigerung der Mobilität sowie für Kommunikation und Sicherheit.

Derzeit im Fokus der Medien: Das neue Institut für Solarforschung.  Hiermit beabsichtigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, in Punkto solarthermische Kraftwerksentwicklung in Europa Pionierarbeit zu leisten. Durch die Nutzung der Solarwärme soll Strom gewonnen werden, ohne Schadstoffemissionen freizusetzen. Dieser Exportmarkt wird allgemein als viel versprechend eingestuft. Zusammen mit der FH Aachen und der RWTH Aachen arbeitet der DLR intensiv an diesem Projekt.

Alle Hände voll zu tun hat der DLR derzeit mit der Aschewolke, die den Flugverkehr massiv beeinträchtigt. Messflugzeuge des DLR sollen über die Aschekonzentration Auskunft geben. Die Aschewolke hat sogar, laut DLR massive Auswirkungen auf den Weltraum. So haben Forscher in Kratern auf dem Mars Vulkanasche-Ablagerungen feststellen können. Zahlreiche Flugpassagiere wurden von den Beeinträchtigungen des Flugverkehrs massiv beeinträchtigt. Die Auswirkungen für Passagiere sind zwar jetzt überstanden, dennoch wird der wirtschaftliche Schaden auf fünf Milliarden Dollar eingeschätzt. Die Lufthansa fordert daher bei der Flugaufsichtsbehörde jetzt Entschädigungen für das Flugverbot, was laut Lufthansa und anderen Airlines zu übertrieben durchgesetzt wurde.

Orbview

Orbview ist der erste Erdbeobachtungssatellit, der privat entwickelt und eingesetzt wurde. Die Orbview-Satelliten stellen eine ganze Serie dar und wurden entwickelt von dem Unternehmen „Orbital Image Corporation.“

Hier die wichtigsten Facts zu der Orbview-Serie:

April 1995: Orbview-1 startet in den Weltraum. Zum Zweck von Unwetterwarnung und eines Wetterwarnsystems bzw. zu Wetterbeobachtungszwecken arbeitet der Sensor von Orbview-1 auf monochromatischen Gebiet.

1997: Orbview-2 gilt als der erste Satellit, der Meeres- und Landszenerien beobachtet und auswertet. Darunter fallen beispielsweise Farbaufnahmen. Vor allem wichtig war Orbview-2 für die NASA. Vor allem in Sachen Klimawandel und Klimaveränderung sind die Ergebnisse des Orbview-2 Satelliten von großer Bedeutung. Acht Kanäle und einem multispektralen Bildmodus zeichnen den Satelliten aus.

2003: Orbview-3 zeigt den Forschern Bilder über fünf Kanäle. Zum Einsatz kommen die Ergebnisse für die Telekommunikation, die Geoinformatik, die Landwirtschaft, etc.
2001: Es ist das Jahr des Scheiterns von Orbview-4, der aufgrund von Mängeln keinen Orbit erreichen kann.

2008: Da GeoEye Orbimage übernommen hat, heißt Orbview-5 nun GeoEye-1. Dieser Beobachtungssatellit kann Farbbilder mit einer Ortsauflösung von weniger als 0,5 m aufnehmen. Täglich kann GeoEye-1 eine Fläche in der Größenordnung Deutschlands umfassen. Google gehört zum Beispiel zu den Unternehmen, die einen Nutzen aus diesem Satelliten ziehen. Die Lebensdauer des Satelliten wird auf das Jahr 2015 datiert. In Planung ist GeoEye-2, der 2012 zur Anwendung kommen soll.

Erdbeobachtungssatelliten sind deshalb so wichtig, weil das alltägliche Leben aller (sowie Privatpersonen und Unternehmen) damit in Berührung gerät. Telekommunikation, Wetter, globale Finanzsysteme sind auf diese Technologien angewiesen. Vor allem im Hinblick auf klimatische Veränderungen liegt es auf der Hand, strengste Beobachtungen durchzuführen, wie sich Meere, die Gletscher, die Landflächen, etc. verhalten.

So kann man auch über Satelliten feststellen, ob sich die Bemühungen der EU langfristig lohnen und ob der Aufruf, Schadstoffemissionen zu senken, wirklich das Klima noch beeinflussen kann. Experten fordern derzeit, nicht mehr auf Vermeidung von CO2 zu pochen, sondern Adaption zu betreiben, um das schlimmste abzuwenden. Mithilfe von Erdbeobachtungssatelliten lässt sich langfristig feststellen, ob die Bemühungen fruchten oder nicht.

SPOT

Das Satellitensystem mit dem Namen SPOT (Systeme Probatoire d’Observation de la Terre) wurde von dem Centre national d’études spatiales (CNES) in Frankreich und Belgien entwickelt. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung der ersten Erderkundungssatelliten, wie der Name bereits vermuten lässt. Die modernen Satelliten stellen Bilder zur Verfügung, die kommerziell genutzt werden. Vermarktet werden diese Bilder dann von der Firma Spot Image Group in Toulouse. Mit dem Verkauf der Bilder kann die Firma allerdings nur die laufenden Kosten decken.

Das Instrument mit dem SPOT arbeitet, ist HRVIR, ein Weitwinkelteleskop (Blickwinkel: 4°; eine CCD Zeile von 6000 Elementen). Drei Scanzeilen zeichnen das Teleskop aus. Band 1 ( 0.50-0.59 µm Wellenlänge), Band 2 (0.61-0.68 µm Wellenlänge), Band 3 (0.78-0.89 µm Wellenlänge).
Mit dem ausgeklügelten System und Zusammenspiel bei der Auslesung der Bänder, kann der Satellit eine Fläche der Erde von etwa 900km observieren.

Im Februar 1986 wurde Spot 1 (Gewicht: 1800 kg) mit einer Ariane 1 gestartet. Die Nachfolger Spot 2 und Spot 3 folgten im Januar 1990 und September 1993. Spot 1 konnte Gegenstände von der Größe eines Lastwagens auf der Erde aufnehmen. So konnten die Bildaufnahmen von Geologen, Städteplanern, etc. angeboten werden. Mit einem Preis von 1700 US-Dollar gehen die Bilder teilweise über den Tisch. SPOT 1 hat zum Vorteil, dass man innerhalb einer kurzen Zeitspanne (nämlich 2-3 Tage) den gleichen Punkt nochmals festhalten konnte. Der damalige Konkurrent LANDSAT 5 braucht dafür etwa zwei Wochen.

SPOT 5 wurde am 4. Mai 2002 in den Weltraum geschossen. Das Gewicht des Satelliten beträgt 3000 kg. Die Nachfolger zeichnen sich auch dadurch aus, dass die Maße stets zunahmen. Alle 26 Tage nehmen die Satelliten dieselbe Landschaft auf. Auch stereoskopische Fotografien sind durchführbar. Im Jahr 2009 hat man SPOT 2 aus dem Betrieb genommen. Die ursprüngliche Lebensdauer für die Satelliten war für zwei Jahre ausgelegt.

TerraSAR-X

Der deutsche Satellit TerraSAR-X ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des DLRs und der EADS Astrium GmbH. Die Nutzungsrechte an diesem Erdbeobachtungssatelliten hat die Infoterra GmbH, welche auch die kommerzielle Nutzung von TerraSAR-X vermarktet. Im Juni 2007 wurde TerraSAR-X gestartet und ist seit Januar 2008 im Betrieb.

TerraSAR-X liefert sehr hochwertige Radardaten und kreist in einer Umlaufbahn in der Höhe von 514km um die gesamte Erde. Der Satellit ist der Sonne immer in gleicher Position zugewendet, da er in einem Orbit fliegt, der sonnen-synchron ausgelegt ist. So werden die Solarzellen, die sich auf TerraSAR-X befinden, optimal versorgt. Die Lebensdauer von TerraSAR-X ist auf fünf Jahre ausgelegt.

Nun zu den genauen Merkmalen von TerraSAR-X: Mit einer Auflösung von bis zu 1m liefert er sehr hochwertige Radarbilder, wobei die radiometrische Genauigkeit von TerraSAR-X im Vergleich zu anderen Satelliten unvergleichlich ist. Jeder beliebige Punkt auf der Erde kann innerhalb von 2-3 Tagen observiert werden. Durch die schnelle Umstellung der Aufnahmemodi und der Polarisationen zeichnet sich TerraSAR-X durch ein beachtliches Reaktionsvermögen aus.

Folgende drei Aufnahmemodi liegen dem System TerraSAR-X zugrunde: Man unterscheidet zwischen SpotLight, StripMap und ScanSAR. Ersteres zeichnet sich durch eine Auflösung von bis zu 1m aus, mit einer Szenegröße von 10x5km. Der Aufnahmemodus StripMap liefert Auflösungsergebnisse von bis zu 3m, mit einer Szenengröße von 30x 50km. ScanSAR liefert Auflösungsergebnisse von bis zu 18m, mit einer Szenengröße von 100x 150 km. Neu bei TerraSAR-X ist der Zoom, mit dem eine große Fläche mit niedriger Auflösung oder eine kleinere Fläche mit hoher Auflösung observiert werden kann.

Anwendungsmöglichkeiten für die Radarbilder von TerraSAR-X sind beispielsweise Veränderungsanalysen (von Bauprojekten, etc.), Bewegungen der Erdoberfläche, Topographische Kartierung, Landbedeckungsanalysen, Beobachtungen des Klimas bzw. von Naturkatastrophen, etc. Die Nutzung bzw. die Einsatzmöglichkeiten von TerraSAR-X sind demnach vielfältig. Vor allem in Bezug auf aktuelle diskutierte Themen, wie Ölkatastrophe und globale Erwärmung, liefert TerraSAR-X wichtige Ergebnisse, die wissenschaftlich verwendet werden können.

Satellitenanlagen

Es gibt sie fast in allen Preiskategorien: Die Satellitenanlagen. Unabhängig vom Preis ist allerdings erst einmal festzuhalten:  der Standort ist äußerst wichtig für die Funktionstüchtigkeit Ihrer Satellitenanlage.

Es ist beinahe „rückständig“ geworden, Fernsehen über Kabel im Haushalt zu haben. Die Satellitenschüssel muss so montiert werden, dass sie absolut freie Sicht zum Satelliten hat. Bäume oder ähnliche Hindernisse beeinträchtigen die Funktionstüchtigkeit der Satellitenanlage enorm. Nach der Montage erfolgt noch die Ausrichtung der Anlage. Hier gilt die Regel: eine leichte Ausrichtung in südöstlicher Richtung mit einer Ausrichtung von 32 Grad nach oben. Meistens hängt es nicht an der Qualität der Schüssel, falls es Probleme mit dem Empfang gibt; man sollte sich vielmehr die Umgebung zunächst einmal anschauen und mögliche „Störfaktoren“ eliminieren.

Für den Ort der Montage ist meistens die Hauswand am geeignetsten. Nur Profis sollten sich aufs Dach wagen bzw. auf einen Monteur zurückgreifen. Außerdem ist eine Korrektur bezüglich der Ausrichtung sehr viel einfacher an der Hauswand als auf dem Dach vorzunehmen. Auf dem Dach ist die Schüssel außerdem nicht vor Schnee geschützt. An der Hauswand ist das anders: Hier kommt man leichter an die Schüssel und kann sie von Schnee oder Schmutz befreien.

Jetzt gerade wenn alle Welt die Fußball-WM 2010 verfolgt und viele zum Public Viewing auf die Marktplätze der Innenstädte bzw. in die Biergärten strömen, hat sich Satellitenfernsehen als gute Alternative zum DVB-T erweisen. Ab 80 Euro gibt es Camping-Satelliten-Anlagen, die es ermöglichen, im Garten oder am See die Spiele zu verfolgen.

Fernsehen aus dem Weltall liefert ein Höchstmaß an Komfort. Sehr viele Programme werden zum Nulltarif angeboten. Auch für Fremdsprachenlerner sehr zum Vorteil: fremdsprachige Programme von anderen Satelliten. Es gibt ganze Bücher und Ratgeber über die Planung, Montage und die Installation von Satellitenanlagen, speziell für Alt- oder Neubauten. So hat selbst der Laie bald keine Schwierigkeiten mehr damit, die Satellitenanlage perfekt zu justieren.

Satellitenschüssel

Jeder kennt die Situation – man kommt nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause und das, auf was man sich am meisten freut, ist neben der geliebten Ehefrau ein entspannter Abend auf der Coach vor dem Fernsehbildschirm.

Um das Bedürfnis eines jeden TV-Liebhabers bedienen zu können, bedarf es einer großen Bandbreite verschiedenster Kanäle, die die Konsumentenbedürfnisse durch unterschiedlichste Kontente zu befriedigen vermögen; um dies gewährleisten zu können hat sich die Anschaffung und Installation einer Satellitenschüssel auf dem hauseigenen Dach in der Vergangenheit bewährt.

Eine Schüssel mit dem Durchmesser von ungefähr 50 cm. reicht für den „gängigen“ Astra – 19, 2 Grad Empfang aus. Wer eher auf das Miniformat abfährt, dem sind die ebenso leistungsfähigen Miniantennen mit um die 33 cm wärmstens ans Herz zu legen. Einschränkend ist jedoch anzumerken, dass in Schlechtwettergebieten mit häufigem Starkregen, mit einer erheblichen Einschränkung der Bildqualität zu rechnen ist

Für die Exoten im Bezug auf Fernsehprogramme unter uns ist angeraten, einen Fachhändler aufzusuchen, der hinsichtlich der Satellitengröße für uneingeschränkten Empfang hinreichend Tipps an die Hand geben kann.

Nach der getroffenen Auswahl geht es im nächsten Schritt um eine fachgerechte Montage und Ausrichtung der Schüssel. Bei letzterer ist besonders auf die Flexibilität der Flügelschrauben auf der Rückseite der Schüssel Wert zu legen, um eine problemlose Drehbewegung zu beiden Seiten zu ermöglichen. Bei einer unerwünschten Schwergängigkeit der Antennen kann es zu einer Deformation des Materials kommen, was dann als Folge zu einer Beeinträchtigung des Empfanges führen kann. Mit Hilfe eines Kompasses wird die Schüssel in Richtung Süden justiert.

In den meisten deutschen Städten steht eine sogenannte Azimut-Elevationstabelle als Hilfestellung zur Verfügung. Anschließend sollen dem Aufstellungsort entsprechend die Gradzahlen ausgesucht werden. Anschließend soll an die Sat-Antenne ein analoger Receiver, sowie ein Fernsehgerät angeschlossen werden. Zum Finden des angepeilten Satelliten dreht man, nachdem man zuvor den richtigen Neigungswinkel eingestellt hat, die Schüssel solange seitlich, bis man das vom gesuchten Satelliten gesendete Signal gefunden hat. Das Ergebnis lässt sich dann auf dem Fernseher bewundern.

Wer sich nicht zutraut eine Sat –Schüssel auf seinem Dach in der Höhe einzurichten, der sei wiederum auf den Fachhändler verwiesen: mithilfe professioneller Messgeräte vermag dieser die Antenne millimetergenau zu justieren, um für idealen Sat- Empfang zu sorgen.

Satellitenfernsehen

„Let me entertain you“ – Satelliten dienen nicht nur der Erdbeobachtung, sondern auch dem Entertainment. Die Rede ist von Satellitenfernsehen, also die Übermittlung von TV-Programmen durch Satelliten direkt an die Haushalte. Fernsehen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Deutschen. Vor allem für Kinder und Jugendliche ist das Fernsehen unentbehrlich geworden. Doch wenn man sie fragt, wie Fernsehen eigentlich funktioniert, sind die meisten recht ratlos.
Beim Satellitenfernsehen werden keinerlei Kabelnetze (wie beim Kabelfernsehen) benötigt. Um Satellitenfernsehen zu empfangen, benötigt man eine Parabolantenne („Satellitenschüssel“) mit LNB und einen Satellitenreceiver.

Für das Satellitenfernsehen in Europa tätige Satelliten sind zum Beispiel die Astra- und Eutelsat-Satelliten. Wie sieht aber nun die Verteilung des Satellitenfernsehens in Deutschland gegenüber anderen Möglichkeiten des Fernsehempfangs aus? In Deutschland empfangen über 13 Millionen Menschen Satellitenfernsehen (also Satellitendirektempfang).

Derzeit in extrem rascher Entwicklung ist das digitale Satellitenfernsehen. Am 30. April 2012 wird die analoge Übertragung von Satelliten abgeschaltet. Die Empfänger von Satellitenfernsehen sind dazu angehalten, auf das digitale Satellitenfernsehen umzurüsten. Der Betreiber Astra kann aber aufatmen, und auch die Sender müssen mit wenigen Einbrüchen von Zuschauerzahlen rechnen. Allein im Jahr 2009 liefen über 70 Prozent der Satellitenempfänger über eine digitale Anlage.

Astra nennt folgende Vorteile des neuen Fernsehens: Preis, die Verfügbarkeit und HDTV sprechen laut Betreiber für eine Umrüstung. Man ginge hierbei keine Vertragsbindung ein, noch bekommt man eine monatliche Rechnung. Die Verfügbarkeit sei außerdem unvergleichlich. Vor allem für ländliche Regionen sei das ein absolut überzeugendes Argument.

Während sich bei DVB-T das Programmangebot auf circa 30 Sender beschränkt, werden im Gegenzug über 370 digitale Programme angeboten. Außerdem unschlagbar sei die High-Definition-Qualität der Programme.  Satelliten sind also nicht nur gut, um die Erde zu beobachten, sondern auch, um uns zu unterhalten.

Franziska (Studentin, 24) ist begeistert von der Programmvielfalt, der guten Bildqualität und den Preisen: „Sogar für das Studentenbudget ist das digitale Fernsehen keine große Sache.“

Satellitentelefon

Sie haben sich für diesen Sommer ein etwas unkonventionelleres Reiseziel ausgesucht, eine Safari mit dem Jeep durch Afrika geplant oder vielleicht sogar Australien? Was könnten Sie dabei mit einem Arbeiter auf einer Bohrplattform gemeinsam haben? Richtig: Sie sind, wie es so schön im Volksmund heißt, „JWD“: nämlich janz weit draußen. Fernab von der Zivilisation, wo Ihre Lieben zuhause sind. Ein Satellitentelefon könnte die Lösung sein, um mit der Außenwelt in Kontakt zu kommen.

Ein Satellitentelefon macht es möglich, dass eine Verbindung zum Endgerät, dem Telefon, durch Funkübertragung zu einem Satelliten möglich wird. Ohne Mobilfunkanbieter, Telefonnetzen oder sonstigen Gerätschaften leitet der Satellit den Anruf an eine Erdfunkstelle weiter. Dort wird das eingehende Gespräch ins Telefonnetz eingespeist. Ein Satellitentelefon stellt einen guten Ersatz für das normale Telefon bzw. für die handelsüblichen Mobilfunkgeräte dar.

Aber nicht nur, wenn Sie in einem Entwicklungsland mit mangelnder Netzabdeckung unterwegs sind oder sich in Australien auf die Spuren der Aborigines begeben, kann das Satellitentelefon Ihnen aus der Patsche helfen. Auch in Staaten, wo politische Aufstände und Unruhen an der Tagesordnung sind und das Telefonnetz ständig der Gefahr ausgesetzt ist, auszufallen, kann das Satellitentelefon herhalten. Daher gehört es längst zum üblichen Reiseinventar von Journalisten, Diplomaten und Staatsmänner dazu.

Für Landstriche ohne Netzversorgung oder bei der Seefahrt ist es schon längst üblich, Satellitentelefone, die übrigens nicht ganz preiswert sind, einzusetzen. Der Preis erklärt sich durch die Produktionsmenge von Satellitentelefonen, da es sich nicht um eine Massenproduktion handelt. Ersatzakkus bzw. Ladegeräte sollten stets in Nähe des Satellitentelefons verweilen. Auch für Wissenschaftler, die sich in Ausgrabungen in abgelegenen Landstrichen versuchen, sollten auf ein Satellitentelefon nicht verzichten.

Für private Zwecke kann man Satellitentelefone sogar mieten. In den 70ern wurden Satelliten zu Kommunikationszwecken verwendet. Inmarsat stellt das erste System für die Schifffahrt bereit (Anfang der 80er). Kanada machte sich die Vorteile dieses Kommunikationswegs als eines der ersten Länder zu nutze. Wenig bebaute Landstriche wurden damit versorgt. Schnell folgten auch die USA dem Vorbild Kanadas und setzten Satellitentelefone ein.

Gefahr aus dem Weltraum: Müll

Der Mensch ist Verursacher für eine Menge negative Erscheinungen: Klimawandel, CO2-Emissionen sind nur einige Beispiele für die Eingriffe des Menschen in die Natur, die nicht ohne Folgen bleiben würden. Doch noch schlimmer: Das Problem bezieht sich nicht nur auf unsere Erde sondern gilt sogar fürs Weltall: Müll ist nicht nur auf der Erde ein Problem. Gibt es aber eine Art Mülltonnenschrank auch für das All?

„Wie sollen wir denn bitte für Weltraumschrott verantwortlich sein?“ – werden sich einige von Ihnen fragen. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass jede Mission, die ins All geschickt wird und alle Satelliten (deren Lebensdauer begrenzt ist) für Müll im Weltraum verantwortlich sind. Laut Expertenschätzungen gibt es unzählige Müllobjekte, die durch das All sausen. Das Problem wird mit nahezu jeder gestarteten Weltraummission größer: Verbrauchte Satelliten, Restschrott von verschiedenen Missionen. Was man dagegen tun soll, ist nicht einfach  zu beantworten: Schließlich gibt es im All ja kein Tonnenhaus, wo man seinen Müll sortiert und wo er dann fachgerecht entsorgt wird.

Die derzeitige Müllproduktion im All dürfte der Raumfahrt in Zukunft immer größere Probleme bereiten. Der Müll zerbricht in immer kleinere Stücke. Experten reden hierbei von einer Kettenreaktion.

Der erste Müllunfall ereignete sich 1996: Durch ein Fragment einer explodierten Ariane-Raketenstufe wurde ein französischer Satellit getroffen. Dabei blieb es aber nicht. Weltraumunfälle häufen sich seitdem immer mehr: Beispielsweise im Frühjahr 2002 als ein Fenster der ISS getroffen wurde. Derzeit versucht sich die Raumfahrttechnik in Schutzschildern, die den Weltraumschrott abwehren sollen.

Das beste Mittel gegen den Müll ist jene Gegenmaßnahme, den Weltraummüll gar nicht erst entstehen zu lassen oder vielmehr das unvermeidliche so minimal wie möglich zu gestalten. Satelliten kann man zum Beispiel auf einen höher gelegenen Orbit verlagern, wenn sie ihre Lebensdauer überschritten haben sollten. Bei erdnahen Satelliten kann man versuchen, sie auf eine elliptische Bahn zu bringen. Die Raumfahrttechnik ist sich über die Gefahren des Weltraummülls vollends bewusst und versucht die Bedrohung durch Weltraummüll einzudämmen.