SPOT

Das Satellitensystem mit dem Namen SPOT (Systeme Probatoire d’Observation de la Terre) wurde von dem Centre national d’études spatiales (CNES) in Frankreich und Belgien entwickelt. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung der ersten Erderkundungssatelliten, wie der Name bereits vermuten lässt. Die modernen Satelliten stellen Bilder zur Verfügung, die kommerziell genutzt werden. Vermarktet werden diese Bilder dann von der Firma Spot Image Group in Toulouse. Mit dem Verkauf der Bilder kann die Firma allerdings nur die laufenden Kosten decken.

Das Instrument mit dem SPOT arbeitet, ist HRVIR, ein Weitwinkelteleskop (Blickwinkel: 4°; eine CCD Zeile von 6000 Elementen). Drei Scanzeilen zeichnen das Teleskop aus. Band 1 ( 0.50-0.59 µm Wellenlänge), Band 2 (0.61-0.68 µm Wellenlänge), Band 3 (0.78-0.89 µm Wellenlänge).
Mit dem ausgeklügelten System und Zusammenspiel bei der Auslesung der Bänder, kann der Satellit eine Fläche der Erde von etwa 900km observieren.

Im Februar 1986 wurde Spot 1 (Gewicht: 1800 kg) mit einer Ariane 1 gestartet. Die Nachfolger Spot 2 und Spot 3 folgten im Januar 1990 und September 1993. Spot 1 konnte Gegenstände von der Größe eines Lastwagens auf der Erde aufnehmen. So konnten die Bildaufnahmen von Geologen, Städteplanern, etc. angeboten werden. Mit einem Preis von 1700 US-Dollar gehen die Bilder teilweise über den Tisch. SPOT 1 hat zum Vorteil, dass man innerhalb einer kurzen Zeitspanne (nämlich 2-3 Tage) den gleichen Punkt nochmals festhalten konnte. Der damalige Konkurrent LANDSAT 5 braucht dafür etwa zwei Wochen.

SPOT 5 wurde am 4. Mai 2002 in den Weltraum geschossen. Das Gewicht des Satelliten beträgt 3000 kg. Die Nachfolger zeichnen sich auch dadurch aus, dass die Maße stets zunahmen. Alle 26 Tage nehmen die Satelliten dieselbe Landschaft auf. Auch stereoskopische Fotografien sind durchführbar. Im Jahr 2009 hat man SPOT 2 aus dem Betrieb genommen. Die ursprüngliche Lebensdauer für die Satelliten war für zwei Jahre ausgelegt.